Beste-Praxis-Projekte

Die sechs ausgewählten Beste-Praxis-PartnerInnen dienen durch ihr herausragendes Engagement als Vorbild für AkteurInnen in ganz Deutschland und erstellen in den kommenden Monaten ein Konzept, um ihre Erfahrungen an entstehende aussichtsreiche Projekte weiterzugeben. Im Prozess werden sie dabei durch KreativLandTransfer und den Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen e.V. fachlich und organisatorisch unterstützt. Neben einer parallelen Begleitung durch Coaches und ExpertInnen zu verschiedenen Themen wie beispielsweise Organisationsentwicklung, Finanzierung und Marketing, werden auch Inhalte wie Baurecht, Angebotsentwicklung und digitale Infrastruktur vermittelt. Im Ergebnis entsteht neben einem schriftlichen Transferkonzept auch ein digitaler Lernraum, der die Praxiserfahrungen der PartnerInnen und das Wissen der Coaches bündelt.

Künstlerstadt Kalbe e.V.

Künstlerstadt Kalbe e.V.
Projektname:
Künstlerstadt Kalbe e.V.

Ort Projektumsetzung:
Gerichtstr. 26 A, 39624 Kalbe

Ansprechperson:
Corinna Köbele
Vorstandsvorsitzende
E-Mail: ed.eb1600985492lak-t1600985492datsr1600985492eltsn1600985492euk@o1600985492fni1600985492
Telefon: 0390802959

Wer seid ihr und was macht ihr?

Die Künstlerstadt Kalbe begegnet mit Kunst und Kultur den Folgen des demografischen Wandels und sorgt sich um Beseitigung des Leerstandes, Zuzug, Bleibeperspektiven + kulturelle Vielfalt. Wir wollen „Fülle in die Hülle!“. Statt die Region als „strukturschwach“ zu sehen, entdecken wir den Gestaltungsraum im Luxus der Leere. Mit verschiedensten Formaten werden die gestalterischen Kräfte eines Jeden geweckt und gefördert, damit diese dann wieder im Sinne des Gemeinwohls in die Gesellschaft einfließen können. Die Künstlerstadt Kalbe versteht sich als soziale Skulptur im ländlichen Raum, die offen ist für alle. Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement. Von Bürgern gegründet, sind im Verein 130 Mitglieder aus aller Welt. Ein „harter Kern“ von ca. 20 Aktiven trägt die Arbeit vor Ort; alles ehrenamtlich. Seit 1.7.2020 arbeitet eine Kulturwissenschaftlerin (ESF) hier. Wir beleben 14 Immobilien mit Kunst und Kultur.

 

Wieso engagiert ihr euch im Rahmen von KreativLandTransfer?

Im ersten Jahr nach der Gründung der Künstlerstadt Kalbe kamen interessierte Menschen aus den Niederlanden und Großbritannien auf uns zu und wollten wissen „wie man eine Künstlerstadt macht“. Seitdem fragen wir uns, welche Faktoren und Bedingungen notwendig und hinreichend sind ein erfolgreiches Projekt im ländlichen Raum durchzuführen. Der Strom der Fragenden ist in den letzten Jahren deutlich stärker geworden. Immer wieder geben wir in Workshops unser gesammeltes Wissen an andere Initiativen weiter z.B. zum Thema „Fördermittel finden“. Auch durch die Transfer-Fragen in manchen Anträgen angeregt, überlegen wir immer wieder, welche Impulse wir setzen können, um andere zu ermutigen selbst aktiv zu werden und für die Gestaltung des ländlichen Raumes einzutreten. Wir hoffen durch den Austausch mit anderen erfolgreichen Projekten Muster zu entdecken, Hilfen zu entwickeln und Handlungsweisen zu erarbeiten, die andere Initiativen unterstützen und befähigen ihre Arbeit kreativ fortzusetzen.

 

Was erhofft ihr euch vom Transfer eurer Ansätze auf andere Projekte im ländlichen Raum?

In Anbetracht klammer Kassen in den Kommunen und stetigen Rückzugstendenzen in die Privatheit verlieren wir soziale Orte, die notwendig sind zum Austausch und der Begegnung. Einsamkeit, mit seinen Folgeproblemen, aber auch populistische Strömungen besetzen die nicht gefüllten Räume. Umso wichtiger ist es Menschen die Möglichkeit zu bieten sich zu treffen, damit wieder diskursiv debattiert werden kann und somit basisdemokratisches Verhalten praktiziert werden kann. Wir erhoffen durch den Transfer Gruppierungen zu befähigen Menschen im ländlichen Raum zusammen zu führen und ihnen wieder einen Ort zu geben, an denen sie sich entfalten können. Denn aus diesen entsteht wiederum Innovation, Anregung, Leidenschaft sich für ein Miteinander im ländlichen Raum zu engagieren.

Künstlerkolonie Fichtelgebirge e.V.

Künstlerkolonie Fichtelgebirge e.V.
Projektname:
KÜKO: Kreativ-Unternehmen-Netzwerk-Fichtelgebirge

Ort Projektumsetzung:
Maintalstr. 123, 95460 Bad Berneck

Ansprechperson:
Sabine Gollner
1. Vorsitzende
E-Mail: ed.em1600985492ittuo1600985492basti1600985492@okeu1600985492k1600985492
Telefon: 092739668670

Wer seid ihr und was macht ihr?

KÜKO ist ein Netzwerk von Kreativschaffenden im und rund ums Fichtelgebirge, mit über 130 Mitgliedern. Im interdisziplinären Netzwerk sind alle 12 Teilbranchen vertreten und arbeiten z.B. als Texter, Fotograf & Designer gemeinsam für Aufträge aus Tourismus, Handel & Gewerbe.
KÜKO betreibt unermüdlich Lobbyarbeit für den noch jungen Sektor der Kultur- und Kreativwirtschaft auf lokaler, bayerischer und bundesdeutscher Ebene. Indem wir das Potenzial der Region sowie der Kreativschaffenden wahrgenommen haben, legten wir 2011 den Grundstein für eine Organisation, durch die wir virtuell und analog Kultur, Regionalwirtschaft, Tourismus, die Behebung von Leerständen und die Kreativbranche miteinander verbinden. Durch die praktizierte Synergiestrategie, Multidisziplinarität & die bewusste Verknüpfung von Kreativen, Wirtschaft & Kommunen, liegt der Fokus auf der Entwicklung der Region, da Kreativität und Innovation unserer Auffassung nach kein Privileg urbaner Lebensräume sind.

 

Wieso engagiert ihr euch im Rahmen von KreativLandTransfer?

Unsere ambitionierte und im Wachstum begriffene Initiative sucht weitere Unterstützung und Verknüpfungen, um ihren Wirkungskreis zu erhöhen. KreativLandTransfer bietet eine Plattform für unseren Erfahrungsschatz - eine wichtige Stufe in unserer Weiterentwicklung als Verstärker und Multiplikator für die Anliegen der ländlichen Kreativ- & Kulturschaffenden. Unser Ziel ist es, den Status ländlicher Räume bundesweit zu stärken und dadurch im nächsten Schritt auch die Sichtbarkeit der Arbeit unserer KollegInnen zu steigern. Noch immer werden Effektivität und Status von Kreativschaffenden in der Regionalentwicklung unterschätzt. Dies wollen wir verändern. Kreative sind als Dienstleister für Kommunen, Landkreise, etc. ein relevanter Faktor in der Gestaltung und Aufwertung des öffentlichen Kulturraums und -erlebens. Wir möchten unser Wissen im Rahmen von Vorträgen, Veröffentlichungen, Beratungen & Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Bewahrung des regionalen kulturellen Erbes erweitern und teilen.

 

Was erhofft ihr euch vom Transfer eurer Ansätze auf andere Projekte im ländlichen Raum?

Im Rahmen unseres bisherigen Wirkens stellten wir fest, dass unsere Ansätze bezüglich der Stärkung der regionalen Kreativwirtschaft sehr effektiv sind. War und ist kreatives Unternehmertum bisher hauptsächlich eine Angelegenheit privaten Engagements und individueller Vernetzung, so schaffen wir durch unsere Herangehensweise eine Stärkung der gesamten regionalen Kreativschaffendenszene. Wir konnten die politische Wahrnehmbarkeit für unsere Interessen steigern, wodurch unsere Zusammenarbeit mit kommunalen Trägern stark gestiegen ist. Auch durch die interdisziplinäre Synergie, die durch die effektive Vernetzung der verschiedenen kreativen Teilbereiche entstand, sind wir mittlerweile in der Lage, sowohl innerhalb des Netzwerks als auch für regionale Wirtschaftszweige ein Mehrangebot an Aufträgen zu generieren. Diese Methoden sind auch für KollegInnen in anderen Regionen effektiv. Langfristig erhoffen wir uns durch einen Transfer eine bundesweite Stärkung der Kreativschaffenden auf dem Land.

Haldern Pop

Haldern Pop
Projektname:
Haldern Pop

ProjektträgerIn:
Haldern Pop Bar uG / Raum 3 Konzertveranstaltungs GmbH

Ort Projektumsetzung:
Lindenstraße 1b, 46459 Rees-Haldern

Ansprechperson:
Stephan Hanf
Kulturreferent
E-Mail: ed.po1600985492p-nre1600985492dlah@1600985492fnah.1600985492nahpe1600985492ts1600985492
Telefon: 028501000

Wer seid ihr und was macht ihr?

Seit den frühen 80ern investieren wir in unserem Dorf am unteren Niederrhein in Menschen, deren Kunst, und auch in die Kunst des Zuhörens. Aus einer anfänglichen „Messdiener-Party“ erwuchs die Marke und das Festival „Haldern Pop“. Um diese Qualität auf das ganze Jahr zu verteilen, sind wir seit 2009 im dauerhaften Prozess, eine alte Gaststätte mitten im Dorf zu einem Kulturzentrum umzubauen. Das vom Land NRW als Creative.Space ausgezeichnete Haldern Pop Haus beheimatet die Festivalschmiede Haldern Pop (Teil des Creative Europe Projekt “Small Festivals Accelerator”) und Kaltern Pop (Italien), das Musik-Label “Haldern Pop Recordings“, einen Plattenladen, eine Konzertagentur, die Begeisterungsmanufaktur, “Einfach, König & Du“, die Künstler SpringerParker, sowie die “Haldern Pop Bar“, ein Live Musik Club. Unsere kulturelle Arbeit wurde bereits mehrfach ausgezeichnet (z.B. 2013 als Musikspielstätte des Jahres) und reicht von Stadtfesten zur Konferenz (Haldern Pop Conference).

 

Wieso engagiert ihr euch im Rahmen von KreativLandTransfer?

Wir haben mit Haldern Pop die Gastfreundschaft als Zugang zur Welt gefunden und die Musik als Sprache und kraftvolle Zuversicht für eine gemeinsame Zukunft entdeckt. Wir haben gelernt, dass es keine Menschen gibt, die keine Fähigkeiten besitzen. Nur die Frage der Fähigkeit ist weiter zu fassen, als das es vielleicht ein Ökonom machen würde. Wir wissen, dass Leute, die gute Witze erzählen können für diesen Organismus genauso wichtig sind, wie die Leute, die eine Bühne bauen können. Seit 36 Jahren ist hier mit uns etwas gewachsen, was durchaus das Potential zum Modellcharakter zur Wiederbelebung sterbender Dörfer bundesweit hat. Ein Beispiel, wie, mit gezielter Kulturarbeit, in einem Dorf eine Identität entstehen kann, die, Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringt, neue Perspektiven aufzeigt und soziokulturelle Teilhabe auf dem Land ermöglicht. Jetzt stellen wir uns die Frage, unsere Erfahrung zu teilen, mit der Jugend und andern Dörfern.

 

Was erhofft ihr euch vom Transfer eurer Ansätze auf andere Projekte im ländlichen Raum?

Das Haldern Pop startete als Musikfestival, besaß immer ein Gespür für Trends und holte Künstler aufs Land, die später die großen Bühnen erobern sollten. Unserem Konzept sind wir treu geblieben, mit Hilfe der Musik, unser Dorf und unsere Gastfreundschaft mit den Menschen aus allen Regionen der Welt zu teilen. Das Pop Haus ist aus den lokalen Strukturen des Dorfes entstanden, ohne die Helfer und die Euphorie aus dem Dorf, würden die Musiker vor einer leeren Wiese stehen und die Identität des Festivals wäre verloren. Dieses Bewusstsein, dass nur mit dem gemeinsamen Engagement ein erfolgreiches Kulturprojekt im ländlichen Raum getragen werden kann, ist wohl die größte Herausforderung. Ein Ideenaustausch mit den Menschen vor Ort an runden Tischen, ein Abwägen von Möglichkeiten - die sich durch lokales Interesse vervielfachen. Unser heutiger Erfolg basiert auf der simplen Erkenntnis, "Zuhören. Die stille Revolution.“

Kulturfeld Eschwege

Kulturfeld Eschwege
Projektname:
Kulturfeld Eschwege - Kooperation der Kreisstadt Eschwege mit den ProjektpartnerInnen Kulturfabrik e.V., Arbeitskreis Open Flair e.V. & medienWERK

ProjektträgerIn:
Kreisstadt Eschwege mit ProjektpartnerInnen

Ort Projektumsetzung:
Obermarkt 22, 37269 Eschwege

Ansprechperson:
Wolfgang Conrad
Leiter Wirtschaft & Stadtentwicklung
E-Mail: ed.su1600985492ahtar1600985492-egew1600985492hcse@1600985492darno1600985492c.gna1600985492gflow1600985492
Telefon: 0 56 51304-337

Wer seid ihr und was macht ihr?

Als Crossover Projekt „Kulturfeld Eschwege“ sind wir ein Kooperationsnetzwerk bestehend aus den Vereinen Kulturfabrik e.V., Arbeitskreis Open Flair e.V., Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißner e.V. und der Wirtschaftsförderung der Kreisstadt Eschwege. Durch intensive Zusammenarbeit der Netzwerkpartner entstanden per integriertem Entwicklungskonzept unter Einsatz u. a. von Städtebaufördermitteln die Kulturfabrik „E-Werk“, die Musikschule, das medienWERK, ein Künstler-Gästehaus und entwickelte sich das Open Flair Festival zu einem der größten und ältesten Open Air-Festivals in Deutschland weiter. 

Das E-Werk ist das Veranstaltungszentrum in Eschwege! Wir bieten Veranstaltungen aller Genres von Theater bis Kabarett, von Konzerten bis Comedy . Träger ist die „KULTURFABRIK e.V.“ ein Zusammenschluss von 16 Mitgliedsorganisationen aus dem Eschweger Kulturleben. Veranstaltungshalle und Tagungsräume sind anmietbar. Im E-Werk agieren u. a. der Arbeitskreis Open Flair und organisiert von dort aus das OF-Festival, das Junge Theater Eschwege und RundFunk Meißner. Das medienWERK ist ein non-profit-Studio für Kommunikation & Film. Wir bieten Aus- u. Weiterbildung an.

 

Wieso engagiert ihr euch im Rahmen von KreativLandTransfer?

Kulturentwicklung im peripheren Raum ist unser Antrieb. Den reichen Erfahrungsschatz, den wir während unserer Aufbauarbeit zusammengetragen haben, möchten wir gerne weitergeben und anderen Kreativpotenzialen damit zum Durchbruch verhelfen. Eine Aufgabe, die gerade wegen der Corona-Krise vielleicht immer wichtiger wird. Zudem ist es in unserer hessischen Kleinstadt gelungen, einen hohen Grad an Akzeptanz und Toleranz gegenüber der Mobilisierung des örtlichen und regionalen Kreativpotenzials durch Vernetzung der Kreativszene zu erreichen, unter Einsatz von Städtebaufördermitteln auf der Basis eines Strategiekonzeptes und insbesondere für die Groß-Events. Wichtiges Momentum und Rezept: Wir setzen auf ehrenamtliche Kulturarbeit und die Verzweigung in breite kultur-gesellschaftliche Kreise unter Ansprache der Jugend. Diese Erfahrungswerte würden wir gerne teilen, ebenso wie Tipps zur Schaffung von Ausbildungsplätzen im Event- und Medienbereich sowie zum Wirtschaftsfaktor Kreativwirtschaft.

 

Was erhofft ihr euch vom Transfer eurer Ansätze auf andere Projekte im ländlichen Raum?

Soziokulturelle Herausforderungen wie z. B. die Veränderung der Familienstrukturen, die zunehmende Individualisierung, die Abwanderung in die Ballungsräume, die Digitalisierung und die zu beobachtende Tendenz, Kultur- und Medienangebote rein passiv zu konsumieren, ohne Ansporn zur Eigeninitiative, verhindern immer mehr die Ausschöpfung der im ländlichen Raum verborgenen Kreativpotenziale. Und dies, obwohl gerade die Digitalisierung für den ländlichen Raum große Chancen bietet. Ohne „Anstiftung“ von außen, die eigenen Kreativpotenziale zu entdecken und auszuprobieren oder sich mit Kunst, Kultur und Medien tiefergehend auseinanderzusetzen oder digitale Medien beherrschen zu lernen oder eigene Events durchzuführen, möglichst in Gemeinschaften oder Netzwerken, dauert die Gegenbewegung nach unserer Auffassung länger. Wir wollen deshalb gerne “Anstifter“ für andere Projekte im ländlichen Raum sein. Und natürlich wollen auch wir von anderen lernen.

UpZent: Upcycling Zentrum

UpZent: Upcycling Zentrum
Projektname:
UpZent: Upcycling Zentrum - Ein partizipatives Geschäftsmodell zur Sensibilisierung und Implementierung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft

Projektkoordinator:
Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mit ProjektpartnerInnen

Ort Projektumsetzung:
Hochschule Trier, Standort Umwelt-Campus Birkenfeld, D-55761 Birkenfeld und Orte der Partnerorganisationen

Ansprechperson:
Jessica Bruni
Produktdesign und -management
E-Mail: ngise1600985492d.8k@1600985492bj1600985492
Telefon: 015787219932
Michael Schmidt
Projektmanagement
E-Mail: ed.su1600985492pmac-1600985492tlewm1600985492u@tdi1600985492mhcs.1600985492leahc1600985492im1600985492
Telefon: 06782 172621

Wer seid ihr und was macht ihr?

UpZent ist ein Verbundprojekt von vier Organisationen. Das Projektteam besteht aus Personen verschiedener Disziplinen (Kreislaufwirtschaft, Design, Qualifizierung). Unser Vorgehen lässt sich in folgende vier Schritte unterteilen:

Stoffstromanalyse: Durch die Kontaktaufnahme mit regionalen Unternehmen und Kommunen werden Reststoffe identifiziert und verfügbar gemacht. 

Design: Diese werden dann auf ihr Kreativ-Potenzial untersucht, katalogisiert und Entwürfe daraus hergeleitet.

Fertigung:  Jeder Entwurf muss in seiner Komplexität den Möglichkeiten einer Qualifizierungsgesellschaft, welche die Produkte in Kleinserie fertigt, gerecht werden.

Vermarktung: Für UpZent ist eine gemeinnützige Vermarktung vorgesehen. In diesem Rahmen wird ein passendes Geschäftsmodell entwickelt, an welchem bundesweit sozial agierende Werkstätten unbürokratisch teilnehmen können.

 

Wieso engagiert ihr euch im Rahmen von KreativLandTransfer?

Reststoffe gibt es überall zuhauf und professionell betriebenes Upcycling bisher leider noch zu wenig. Wir haben viel Energie aufgebracht um unterschiedliche Fachbereiche erfolgreich miteinander zu verknüpfen. Diese Erfahrungen sind es wert geteilt zu werden. Um einen nachhaltigem Wissenstransfer zu ermöglichen bedarf es einer guten, stabilen und weitreichenden Vernetzung, welche wir uns durch ein Engagement im Rahmen von KreativLandTransfer erhoffen. Wir sehen die Möglichkeit gemeinsam Gesellschaft flächendeckend zu gestalten.

 

Was erhofft ihr euch vom Transfer eurer Ansätze auf andere Projekte im ländlichen Raum?

Wir möchten als Vorbild vorangehen. Um das Kreativ-Potenzial der vermeintlichen Abfälle aus Betrieben und Kommunen sichtbar und erfahrbar zu machen, haben wir damit begonnen ein Reststoff-Archiv anzulegen. Dieses Konzept ist Designern bereits im Bereich neuer Materialien vertraut. Spannend hierbei ist neben dem Material selbst, die Produktform in der uns die Stoffe erreichen. Wie oft sich diese in verschiedenen Regionen wiederholen, zeichnet sich schon jetzt ab; d.h. die Reststoffe bilden zusammen eine Art vertrautes Baumarkt-Sortiment, das zum Neu-Gestalten einlädt. Diese Entdeckung ist erfolgversprechend und begünstigt einen Transfer von Entwürfen auf andere Standorte und Projekte im ländlichen Raum.

E-WERK Luckenwalde

E-WERK Luckenwalde
Projektname:
E-WERK Luckenwalde

ProjektträgerIn:
Performance Electrics gGmbH

Ort Projektumsetzung:
Rudolf-Breitscheid-Str 73, 14943 Luckenwalde

Ansprechperson:
Helen Turner
Künstlerische Leiterin und Kuratorin
E-Mail: moc.m1600985492ortst1600985492snuk@1600985492renru1600985492tnele1600985492h1600985492
Pablo Wendel
Künstlerischer Leiter
Telefon: 033714061780

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind das einzige Kunststrom-Kraftwerk der Welt! Wir sind ein Kraftwerk mit erneuerbarem Kunststrom und Zentrum für zeitgenössische Kunst mit Sitz in Luckenwalde, Brandenburg. Wir wollen mit alternativen ökonomischen und ökologischen Modellen für den Kultursektor Pionierarbeit leisten und durch die Produktion von Kunststrom direkt gegen den Klimawandel vorgehen.

 

Wieso engagiert ihr euch im Rahmen von KreativLandTransfer?

Um Andere zu direktem Handeln zu inspirieren, Erfahrungen auszutauschen und andere Kulturschaffende zu treffen, die im ländlichen Raum arbeiten. 

 

Was erhofft ihr euch vom Transfer eurer Ansätze auf andere Projekte im ländlichen Raum?

Neue Kunststrom-Kraftwerke zu gründen! Anderen Institutionen in Brandenburg und Deutschland helfen, ans Netz zu gehen - ihren eigenen Strom zu erzeugen und autonom zu werden. Wir möchten auch Institutionen beraten, wie sie künstlerische Autonomie schaffen können.